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Fakt 29

FAKT 29: Im fünfzehnten Jahrhundert lebte Pico della Mirandola, der als außergewöhnlich begabter Gelehrter galt, da er mit vierundzwanzig Jahren achthundert Thesen zu Logik, Mathematik, Physik, Theologie und Kabbala veröffentlichte. In dieser einen Person waren alle Gegner der Astrologie „versammelt“. Der Graf hegte eine solche erbitterte Abneigung gegen die Sternenkunde, dass er als „Geißel der Astrologie“ bekannt war. Doch wider Willen wurde er zu einem herausragenden Beweis für die Genauigkeit dieser unermüdlichen Wissenschaft. Drei verschiedene Astronomen hatten vorausgesagt, dass dieser kühne Adelige nicht älter als dreiunddreißig Jahre werden würde. Mirandola glaubte, diese Prophezeiung könne ein mächtiges Werkzeug in seinen Händen sein, um endgültig zu beweisen, dass diese „Sternenscharlatane“, wie er sie nannte, nichts weiter als alte, verrückte Betrüger seien. Doch Pico verbrachte so viele Stunden damit, sie zu kritisieren, dass ihm keine Zeit mehr blieb, sein eigenes Leben zu ordnen. Wie andere unbesonnene Sterbliche nutzte er seinen Verstand, um zu verurteilen und zu verdammen, statt nachzudenken – und so starb Mirandola genau an dem Tag und zur gleichen Stunde, wie vorhergesagt, und bewies damit selbst die Sache, die er zerstören wollte. Wer die Astrologie kritisiert, ist selbst ein Opfer des Schicksals, während die Weisen, deren Lehren sie verwerfen, den harten Umständen entgehen und als einzige unter allen Menschen die Freiheit des Willens genießen.

Im „British Astrological Journal“ findet sich folgende Aussage von James Harvey: „Der größte Beweis für die Wahrheit der Astrologie ist, dass sie niemals zum Stillstand kam, sondern unaufhaltsam durch die Jahrhunderte drang, durch den Nebel der antiken Welt und die Schrecken mittelalterlicher Aberglaubensvorstellungen; von den prähistorischen und alten Ebenen Chaldäas und Assyriens – bis in unsere Zeit.“

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