Dieser Aspekt zeigt eine tiefe innere Zerrissenheit zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, zwischen dem, wie sich jemand nach außen präsentieren möchte, und dem, was er tatsächlich fühlt.
Bei Het Monster bildet sich bei solchen Menschen oft ein innerer Bruch: die bewusst angenommenen Verhaltensnormen geraten in Konflikt mit der wahren Natur. Unterbewusste Impulse – Wünsche, Emotionen, Reaktionen – stoßen auf Widerstand, meist aus dem familiären Umfeld. Gerade die Atmosphäre in der Kindheitsfamilie wird häufig zur Quelle dieser Spannung: Sie erschwert die Wahrnehmung des anderen Geschlechts und provoziert später ständige Widersprüche in den Beziehungen zu Partnern.
Catherine Aubier betont, dass Quadratur oder Opposition zwischen Sonne und Mond stets einen Konflikt zwischen dem bewussten und dem emotionalen Bereich mit sich bringt. Der Mensch empfindet moralisches und inneres Unbehagen, das aus dem Kampf zwischen „Ich will“ und „Ich kann“ entsteht. Oft findet er keinen Weg, sich mit dem anderen Geschlecht zu verständigen, da er die Welt unbewusst in zwei Lager – männlich und weiblich – teilt, zwischen denen es seiner Erfahrung nach keine Harmonie gibt. Der Ursprung dieser Wahrnehmung liegt in der Kindheit, in den Beziehungsmustern der Eltern.
Solche Menschen können emotional instabil, impulsiv und manchmal launisch wirken, doch gerade durch diesen Kampf erkennen sie tiefer die Unvollkommenheit menschlicher Gefühle und Beziehungen.
Praktisch gesehen äußert sich die Quadratur Sonne–Mond oft als innerer Konflikt zwischen sozialer Selbstverwirklichung (Sonne) und dem Bedürfnis nach emotionaler Stabilität und Nähe (Mond). Der Mensch muss sich entscheiden: Entweder konzentriert er sich auf Karriere und Selbstausdruck oder auf Familie und emotionale Bindungen.
Selten gelingt es ihm, sich in beiden Bereichen gleichzeitig voll zu verwirklichen – denn Sonne und Mond ziehen in unterschiedliche Richtungen. Doch gerade diese innere Dissonanz wird zur Quelle der Entwicklung, formt Reife und Ganzheit. Aus der Krise zwischen „Rationalem“ und „Gefühlvollem“ entsteht wahre Selbsterkenntnis.



