Quinkunx Venus – Mars
(Transit Venus → Natal Mars)
Avesalom Podvodnyj. Aspekte
Quinkunx der Venus: Der gute Künstler versucht, die göttliche Liebe den Menschen zu vermitteln, der schlechte – sich selbst. Dieser Aspekt gibt ein im Vergleich zum Halbs Sextil deutlich schmerzhafter empfundenes Missverhältnis zwischen sozialer und überhaupt irdischer Ethik und Ästhetik auf der einen Seite und kosmischen auf der anderen, wobei beide Bereiche im Unterbewusstsein des Menschen durch den Planeten gewissermaßen unabhängig voneinander vertreten sein werden und seine karmische Aufgabe darin besteht, sie in Einklang zu bringen. Dafür muss der Mensch es schaffen, sich aus dem Bereich des Planeten aus kosmischer Sicht zu lösen und erst danach über irdische Angelegenheiten zu urteilen. Auf niedrigem Niveau fehlt ihm dazu oft die Kraft und Weisheit, und in seiner Ethik und Ästhetik herrscht eine seltsame Mischung aus irdischen und kosmischen Elementen, in der er selbst nicht mehr klar unterscheiden kann, was ihn manchmal teilweise verunsichert. Auf mittlerem Niveau sind jedoch starke innere Konflikte möglich, da sich irdische Abgründe offenbar nur mit Hilfe von Stößen durch kosmische Skistöcke umfahren lassen, was dem Menschen aus der Perspektive sozialer Ethik oft unangemessen oder sogar unmöglich erscheint, deren Grenzen ihm bereits offensichtlich zu eng sind – doch sich davon zu lösen und noch weiter zu verflüchtigen, fällt ihm schwer. So wird beispielsweise der Quinkunx Venus–Mars zu eigenartigen sozialen Problemen führen, die mit Aggression zusammenhängen: äußerer und innerer sowie verdeckter, und der Mensch wird auf Situationen stoßen, in denen es nach irdischer Ethik nötig ist, dem Bösen mit Gewalt zu widerstehen – allerdings nicht mit der Gewalt, über die er selbst verfügt, sondern mit einer deutlich höheren Schwingungsebene, und dies wird er im Laufe seines Lebens immer wieder erfahren müssen.
Quinkunx des Mars: Die Kraft des Bösen ist offensichtlich; die Kraft des Guten lässt sich daran erkennen, dass das Böse noch nicht endgültig gesiegt hat. Dieser Aspekt bringt im Bereich des Planeten das Problem der Wechselwirkung von Energien auf irdischen und kosmischen Schwingungsebenen mit sich; auf niedrigem Niveau verfügt der Mensch oft nicht über ausreichend irdische Energieformen, beherrscht aber die kosmischen schlecht, wodurch es zu gewissen Ausfällen kommt. So kann beispielsweise der Quinkunx Mars–Mond eine Heilbegabung offenbaren, die sich hinter Fähigkeiten zu herkömmlicher linearer Massage verbirgt, die der Mensch jedoch auf eine irgendwie ungewöhnliche Weise ausübt – insbesondere werden sich seine Hände in entscheidenden Momenten wie von selbst bewegen, sofern er ihnen vertraut. Letzteres ist jedoch alles andere als einfach, da das Unterbewusstsein (sowohl das persönliche als auch das kollektive) Intuition und erst recht Bewegungen mit ungewöhnlichen energetischen Schwingungen misstraut.
Der Quinkunx des Mars stellt im Bereich des Planeten die Frage nach dem Energieniveau der Aktivität, was insbesondere bedeutet, dass es notwendig ist, ihre Formen präzise zu wählen und die eigene innere Energie noch präziser zu kontrollieren, da der Quinkunx grobe emotionale Zustände und einfach energiegeladene Äußerungen von Instinkten kosmisch unannehmbar macht. So werden sich beispielsweise bei einem Quinkunx Venus–Mars zwar grobe, aber sozial durchaus angemessene Liebesbekundungen für den Menschen aus kosmischer Sicht als völlig unannehmbar erweisen – wovon ihm der Kosmos manchmal auf recht eigenwillige Weise deutlich macht. Doch früher oder später wird der Mensch überzeugt sein, dass er in der Liebe sehr, sehr vorsichtig sein muss. Und wenn er bei der Bearbeitung, die in erster Linie verlangt, den Geliebten als geistiges Wesen zu betrachten, fähig ist, sehr intime, feine und tiefe Beziehungen und Wechselwirkungen aufzubauen.



