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Kann eine Affäre die Ehe stärken?

Dienstromantik – ja oder nein? Kann daraus etwas Solides entstehen? Auch US-amerikanische Wissenschaftler interessierten sich für dieses Thema und fanden in einer Studie heraus, dass eine verliebte verheiratete Frau einen Vorteil daraus ziehen kann – und zwar in ihrer Beziehung zu ihrem „häuslichen“ Ehemann.

Wer ist der Neue?
Es stellte sich heraus, dass die meisten befragten verheirateten Frauen, die eine deutliche Zuneigung zu einem fremden Mann empfanden, diesen meist als Kollegen identifizierten. Und wieder einmal gestanden die meisten Frauen, die „fremdgegangen“ waren, dass ihre Seitensprünge ihren familiären Beziehungen nicht schadeten, sondern sie im Gegenteil ihrem rechtmäßigen Partner näherbrachten.

Warum? Vielleicht erkannten sie im Vergleich zu einer anderen Person einfach, wie viel Glück sie mit ihrem Mann hatten und dass es keinen würdigen Ersatz für ihn gab? Psychologen vermuten, dass die Frauen ihre Anziehung zum Kollegen auf ihren Ehemann übertrugen.

Eine weitere Möglichkeit: Das schlechte Gewissen wegen der Gefühle zu einer fremden Person veranlasste sie, ihre Zuneigung und Fürsorge für ihren „gehörnten“ Ehemann im platonischen Sinne zu verstärken.

Neben dem Szenario, in dem eine verheiratete Frau sich zu ihrem Kollegen hingezogen fühlt, gibt es noch andere Varianten von Dienstromanzen, die am häufigsten vorkommen – und diese werden wir nun betrachten.

Verheiratete Frau + unverheirateter Kollege
Das wahrscheinlichste Ende solcher Beziehungen ist die Scheidung vom Ehemann, nicht die Heirat mit dem Kollegen. Unverheiratete Männer suchen bei einer Kollegin meist nur unverbindliche angenehme Zeit, nicht jedoch eine Familie. Dafür wird er sich eine Partnerin ohne Ehering suchen. Der Ehemann hingegen wird seine „Gehorntheit“ kaum verzeihen.

Unverheiratete Frau + unverheirateter Kollege
Gleiche Chancen auf Erfolg oder Scheitern der Beziehung. Wenn beide an eine gemeinsame Zukunft denken, können sie eine Familie gründen. Wenn jedoch beide oder eine Seite nur nach Abenteuer sucht, werden die Beziehungen früher oder später enden.

Verheirateter Mann + freie Kollegin
Auch dieses Szenario kann mit gleicher Wahrscheinlichkeit in einer Heirat oder Trennung enden. Es wird angenommen, dass das Ergebnis vom Verhalten der Frau abhängt. Wenn sie sich zum Ziel setzt, den Kollegen zu ihrem Ehemann zu machen, könnte dieser Plan gelingen und er würde für sie seine aktuellen legalen Beziehungen beenden. Wenn sie sich nur amüsiert, werden die Beziehungen mit der Zeit wahrscheinlich von selbst enden.

Verheirateter Mann + verheiratete Kollegin
Normalerweise sind bei einem solchen Dienstverhältnis weder Scheidungen noch die Gründung einer gemeinsamen Familie wahrscheinlich. Die Menschen entfliehen dem Familienleben und streben daher nicht danach, ihren Kollegen zu ihrem rechtmäßigen Lebenspartner zu machen.

Chef + Sekretärin
Ein Klassiker. Viele Menschen sehen in jeder Sekretärin des Chefs dessen Geliebte – unabhängig davon, ob einer oder beide offiziell verheiratet sind oder eine feste Beziehung haben.

Man kann nicht alle Sekretärinnen und Chefs über einen Kamm scheren, doch intime Beziehungen in solchen Konstellationen sind keine Seltenheit. Die Perspektiven für die Frau sind jedoch sehr ungewiss. Ja, sie kann mit einer guten Bonuszahlung, einem Sommerurlaub oder zusätzlichen freien Tagen rechnen. Doch dafür muss sie mit schiefen Blicken der Kollegen, hinter ihrem Rücken geflüsterten Kommentaren und der Angst ihrer Arbeitskollegen bezahlen, dass sie ihrem Bettpartner „ans Messer liefert“. Das Schlimmste ist, dass der Chef nach neuen Reizen suchen und die Position der Sekretärin einer anderen hübschen und mutigen Frau anvertrauen könnte. Die ehemalige Assistentin und Geliebte muss dann einen neuen Job finden – und es ist nicht sicher, ob sie in derselben Firma bleibt.

Nur selten enden solche Dienstromanzen mit dem Hochzeitsmarsch und gehen in eine legale Beziehung über. Für die meisten Sekretärinnen bleibt nur der Status der Geliebten. Auf eine große Karriere sollte man nicht hoffen – man wird für den Empfang im Büro und das Bett des Chefs gebraucht, nicht mehr. Welche Bonuszahlungen es geben wird, ist ungewiss, doch den Ruf wird man sich ruinieren. Die Welt ist klein, und vielleicht trifft man irgendwann jemanden, der von diesem Ruf hört – und dann wird er keine Frau mit einem solchen „Anhängsel“ heiraten wollen.

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