Opposition Sonne – Venus
(Transit. Sonne → Natal. Venus)
Awiwolom Pidwodnyj. Aspekte
Opposition der Sonne: Bevor man eine Absicht verwirklicht, sollte man verstehen, inwieweit sie wirklich die eigene ist. Die Opposition zur Sonne aktualisiert für den Planeten das Problem seiner Beziehung zum Willen des Menschen und zu den verschiedenen zwingenden Umständen, die sich auf seinem Weg ergeben. Die bloße Existenz eines Majoraspekts zwischen Sonne und Planet bedeutet bereits, dass ihr Prinzip niemals unabhängig vom Willen des Menschen oder von bestimmenden Verhaltensumständen zum Ausdruck kommen wird; die Opposition weist zusätzlich auf einen gewissen Widerstand dieser Prinzipien hin, der oft mit einer Exteriorisierung eines davon einhergeht. Auf niedriger Ebene provoziert dies Konflikte, bei denen der Mensch willentlich mit einer äußeren Manifestation des Prinzips des Planeten kämpft oder umgekehrt äußere Bedingungen die inneren Ausdrucksformen des planetarischen Prinzips unterdrücken, mit denen er sich identifiziert. Beispielsweise wird bei einer Opposition Sonne zu Mars der Mensch diverse Konflikte und Auseinandersetzungen mit der Außenwelt haben (auf höherer Ebene mit sich selbst), doch bei näherer Betrachtung erkennt man, dass diese „zwei Typen“ aufweisen: Im ersten Fall betont und internalisiert der Mensch das Prinzip der Sonne und stellt seinen Willen und seine Entschlossenheit der äußeren, eigenen Selbstbehauptung gegenüber (Initiative); im zweiten Fall nimmt er umgekehrt eine aggressive marsische Position ein und kämpft aktiv gegen einen zwingenden, feindlichen Willen, dem er faktisch unterworfen ist, d. h. ohne eigene Initiative zu besitzen. Bei einer Opposition Sonne–Mond kämpft der Mensch ständig mit sich selbst, und die Personen, mit denen er gelegentlich in Konflikt gerät, sind faktisch Stellvertreter, in denen sein Wille und sein Ich verkörpert sind – die er bei diesem Aspekt lernen muss, miteinander zu kooperieren und einander zu verstehen. Denn betont er den Mond, d. h. nimmt er die Position des Ichs ein, so droht er sofort, dessen Haus zu zerstören, ihn der Familie und Nahrung zu berauben (zumindest scheint es ihm so); nimmt er jedoch die Position der Sonne ein, d. h. setzt er seinen Willen und seine Initiative ein, beginnt er so zu handeln, dass er tatsächlich seine vitalen Interessen schmerzhaft unterdrückt (warum dies geschieht, kann er nicht erklären). Die Bewältigung dieses Aspekts verleiht außergewöhnliche Stabilität im Leben – etwa eine Frau, die fähig ist, ihren Mann von Alkoholismus oder einer psychischen Krankheit zu heilen und danach gemeinsam mit ihm wunderbare Kinder großzuziehen. Opposition der Venus: Mangelnde Liebe der Welt dir gegenüber ist kein Beweis für vollständigen Egoismus. Die Opposition der Venus stellt in den Bereichen, die vom Planeten regiert werden, Probleme der Interaktion mit der Gesellschaft, ethische und ästhetische Fragen, ganz zu schweigen von emotionalen und besonders von der Liebe, in den Vordergrund. Steht der Akzent auf Venus, so ist der Mensch voller sozialer Normen, standardisierter Ethik und begegnet äußeren Manifestationen des planetarischen Prinzips voll ausgestattet mit den Stempeln des gesellschaftlichen Bewusstseins und Unterbewusstseins. Jede Erscheinung des Planeten betrachtet er generell aus ästhetischer Sicht oder noch voreingenommener aus der Position von „gefällt mir – gefällt mir nicht“, „ich liebe – ich liebe nicht“, wobei hier eine merkwürdige Mischung aus rein persönlichen Sympathien und Antipathien mit von der Gesellschaft vermittelten Standardvorstellungen vorherrscht, die der Mensch zunächst nicht unterscheidet. Steht jedoch der Akzent auf dem Planeten und internalisiert der Mensch dessen Prinzip, so manifestiert sich Venus als äußerer Gegner in Form sozialer Einflüsse (oft feindlich), negativer ethischer und ästhetischer Bewertungen der Außenwelt, gegen die der Mensch verbissen kämpfen kann, ohne zu verstehen, dass die Ursachen des Antagonismus in einer inneren Unausgeglichenheit liegen. Beispielsweise verspürt der Mensch bei einer Opposition Venus zu Saturn ein tiefes Verlangen, sich einer ernsthaften Kunst zu widmen. Akzentuiert er das Prinzip der Venus, d. h. sieht er sich als freien Künstler, der keine Verpflichtungen hat außer dem Leben in der Welt des Schönen, so lehnt er das Prinzip der saturnischen Disziplin ab und exteriorisiert es faktisch; das Fehlen wirklich intensiver und zielgerichteter Tätigkeit (innere Verweichlichung) führt zur Schwächung Saturns. Die Außenwelt: Es entstehen diverse äußere Hindernisse und generell das Gefühl, als sei die Außenwelt kalt und missbilligend. Umgekehrt führt die Internalisierung Saturns, d. h. die Fixierung auf dessen Prinzip, wenn der Mensch innerlich fokussiert ist, in sich geht, sich in einsame, ernste Arbeit vertieft oder einfach die ganze Welt strikt ignoriert, zur Aktivierung der Venus im äußeren Leben: Plötzlich tauchen aus dem Nichts Gäste mit Champagner auf, Einladungen, Anerkennung (falls Venus harmonische Aspekte hat) oder es entstehen scharfe soziale Konflikte, oft mit Vorwürfen egoistischen Verhaltens (falls Venus affiziert ist). Generell stellt ein Majoraspekt der Venus das Problem der Liebe in den Mittelpunkt, und in den Bereichen, die vom Planeten regiert werden, der Venus gegenübersteht, stellt sich für den Menschen irgendwann sehr dringend die Frage, was er möchte: lieben oder selbst geliebt werden. Die Bewältigung dieses Aspekts führt zu einer dauerhaften Verschmelzung des planetarischen Prinzips mit dem venusischen: Alle Ausdrucksformen des Planeten werden in ihrer Form vollendet und von Liebe zum Menschen erfüllt; in den vom Planeten regierten Bereichen wird der Mensch ein tiefes Verständnis für Menschen besitzen und die Möglichkeit haben, auf große soziale Programme einzuwirken.
A. Rischow. Gesundheit, ASC, Sonne, Mond
Leichte Störung, hervorgerufen durch Unvorsichtigkeit und Unbeherrschtheit. Nun, vielleicht eine Pilzinfektion – was könnte Venus sonst noch geben? Ein venereeller Erkrankung.



