
Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Viele von uns fallen dem sogenannten „Groundhog-Day“-Syndrom zum Opfer, bei dem das Leben nicht voranschreitet, die Routine aber gleichzeitig unbefriedigend ist. Der erste Gedanke, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist meist, schädliche Gewohnheiten abzulegen.
Nehmen wir an, wenn ich es liebe, auf dem Sofa zu liegen – dann werde ich ab jetzt in dieser Zeit Sport treiben … Das ist ein einfaches Beispiel, doch ich beschloss, tiefer zu denken und nach jenen Gewohnheiten in meinem Leben zu suchen, die ich nicht als solche wahrnehme, sondern als gegebenen Charakterzug ansehe. So neige ich beispielsweise dazu, an allem festzuhalten und an dem festzuhalten, was längst überholt ist. Um das zu ändern – der Schreibtisch im Büro, alte unnütze Dinge, Beziehungen zu bestimmten Menschen und so weiter. Einfach nur panische Angst vor Veränderungen und Nostalgie nach der Vergangenheit. Wie bei allen wechseln sich bei mir gute Lebensphasen mit ungünstigen ab. Ein Verhaltensmuster in Krisenzeiten war mir vertraut und bekannt – einfach die nächste Depression auszusitzen und so weiterzuleben wie bisher. Doch endlich habe ich mich dazu durchgerungen, etwas zu ändern. In diesem Sommer habe ich meinen Lebensstil vollständig umgestellt, geleitet von dem Prinzip, dass es nicht noch schlimmer werden kann … Ich habe aufgehört, Einsamkeit zu fürchten, habe mich bewusst für eine Zeit von Beziehungen zurückgezogen. Ich wurde mir meiner Selbstständigkeit bewusst – begann, allein zu leben, und hörte auf, von irgendjemandem abhängig zu sein. Endlich habe ich mir die Wahrheit ins Gesicht gesagt und eingesehen, dass ich die Hilfe einer Psychotherapeutin brauche, um mich mit den Kindheitstraumata auseinanderzusetzen, die mich bis heute beeinflusst haben. Inzwischen ist Zeit vergangen, das Leben hat sich normalisiert, aber auf einer völlig anderen Ebene. Und dieses neue Leben ohne Ballast aus der Vergangenheit gefällt mir weitaus besser.
Die Teilnahme an diesem Wettbewerb war für mich ebenfalls eine Art Experiment. Früher war ich eine sehr verschlossene Person und ließ niemanden wirklich in mein Leben. Doch jetzt habe ich mich für Ehrlichkeit und Offenheit entschieden, und es war für mich selbst spannend zu sehen, wie weit ich bereit bin, offen über mein Leben zu schreiben. Danke, dass Sie gelesen und kommentiert haben – es hat mir sehr gefallen.
Man sagt, Wunder passieren mit denen, die daran glauben. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen mehr Wunder in Ihrem Leben! Und scheuen Sie sich nicht, etwas zu ändern – schließlich gibt es nicht umsonst den Spruch, dass im Leben nichts Beständiges ist, außer der Veränderung. Viel Glück und Erfolg!



